Du hast im Herbst 2024 dein zweites Kind bekommen. Wie hat dich dein Team während der Karenz unterstützt und wie hast du die Rückkehr ins Arbeitsleben erlebt?
Ich konnte bereits während der Karenz unkompliziert geringfügig zu arbeiten beginnen und nach deren Ende auf das gewünschte Stundenausmaß erhöhen. Mein Team unterstützt mich hier großartig und es besteht großes Verständnis dafür, dass ich im Moment mit 2 Kleinkindern (und zusätzlich einem Hausumbau) einfach nicht dieselben zeitlichen Kapazitäten habe und meine Prioritäten entsprechend anders gesetzt sind. Mein Team nimmt mir hier viel Arbeit ab und ist sehr verständnisvoll – das entlastet mich auch ungemein und hält die Motivation hoch!
Nach der Geburt meiner ersten Tochter bin ich relativ schnell wieder zurück in den Job. Ich habe dann aber bald gemerkt: Im Job Vollgas geben und gleichzeitig den Familienalltag meistern funktioniert so nicht. Ich hatte in allen Lebensbereichen, sowohl beruflich als auch privat, das Gefühl, den Ansprüchen, insbesondere meinen eigenen, nicht gerecht zu werden und meinen zahlreichreichen Verpflichtungen immerzu nur hinterherzulaufen.
Nachdem mein zweites Kind auf die Welt gekommen war, wusste ich: Ich muss vor allem an meiner eigenen Erwartungshaltung etwas ändern und für mich ganz klare Prioritäten setzen. Das bedeutet im Moment auch, dass ich in manchen Bereichen bewusst zurückstecke und Zugeständnisse machen muss. Die Teilnahme an Afterworks, außerbetrieblichen Veranstaltungen, Fortbildungen oder auch die Mitarbeit an großen, interessanten Projekten sind im Moment für mich oft noch nicht möglich. Gleichzeitig verlagern sich Arbeitsstunden häufiger in den Abend und am Spielplatz wird auch schon mal das eine oder andere Telefonat mit Arbeitskolleg:innen geführt.