Hallo Bernhard, wer bist du und was machst du bei BDO?
Ich arbeite als Manager im Expert Center Finanzstraf- und Verfahrensrecht und leite ein Team von derzeit 4 Mitarbeiter:innen. Wir sind für alle Belange verantwortlich, in denen das Abgabenverfahren nicht mit dem Bescheid endet, sondern danach im Rechtsmittelverfahren weitergeht, von der Behörde über das Bundesfinanzgericht bis hin zum Verwaltungsgerichtshof. Zudem beraten wir in der Prävention und Begleitung von Finanzstrafverfahren, etwa wenn unseren Kund:innen – in der Regel unbeabsichtigt – abgabenrechtliche Fehler unterlaufen sind. Dabei arbeiten wir eng mit den Kolleg:innen zusammen, die unsere Kund:innen im steuerlichen Tagesgeschäft betreuen. Ein weiterer Teil unserer täglichen Arbeit ist das Verfassen von wissenschaftlichen Publikationen. Das heißt, wir setzten uns intensiv mit steuerrechtlichen Spezialfragen auseinander und zeigen rechtlich fundierte Lösungen auf. Seit etwa einem Jahr liegt ein zusätzlicher Fokus meiner Arbeit auf der Stärkung unserer Fachexpertise im Gebührenrecht (insbesondere Rechtsgeschäftsgebühren).
Du bist über Umwege in der Steuerberatung gelandet – wie sah dein beruflicher Weg vor BDO aus?
Geboren und aufgewachsen bin ich ursprünglich in Vorarlberg. Nach der Matura bin ich für mein Studium „in die weite Welt gezogen“ und zunächst eigentlich den klassischen „BWLer“-Weg gegangen: WU-Studium, verschiedene Praktika und Auslandsaufenthalte in China und den USA. Nach meiner Rückkehr aus den USA habe ich zusätzlich ein Studium der Rechtswissenschaften begonnen. Durch ein Sommerpraktikum bin ich schließlich als wissenschaftlicher Mitarbeiter in einer mittelgroßen Rechtsanwaltskanzlei gelandet, wo ich mehrere Jahre im Gesellschafts- und Wirtschaftsstrafrecht tätig war. Gerade diese Stelle war für mich in vielerlei Hinsicht richtungsweisend und hat mir gezeigt, wie vielfältig die beruflichen Möglichkeiten mit einem Wirtschafts- oder Jusstudium sind – von der klassischen Anwaltslaufbahn bis hin zur Tax-Karriere in der Steuerberatung.